Woran erkenne ich ob ich genug trinke?

Woran erkenne ich ob ich genug trinke?

Immer wieder wird ein Thema heiß diskutiert. Was ist die richtige Trinkmenge für uns?

Es gibt eine einfache Methode sich selbst zu kontrollieren. Der Urin gibt uns gute Anhaltspunkte.

Die Empfehlungen zu der richtigen Trinkmenge schwanken durchaus. Als absolutes Minimum wird häufig eine Menge von 500 ml angegeben. Hierbei wird dann darauf verwiesen, dass durch die Nahrung noch weitere Flüssigkeiten zugeführt werden. Die daraus entstehende Gesamtmenge sei ausreichend um den Körper zu versorgen.

Als mittlere Empfehlung werden häufig Mengen von 1,5 – 2 Liter angegeben.
Es gibt aber auch Personen die mit einer Trinkmenge von 3 Litern gut zurechtkommen.

Die benötigte Menge an Wasser hängt von vielen Faktoren ab. Sportler müssen natürlich einen größeren Flüssigkeitsverlust ausgleichen als Bürotiger. Der Flüssigkeitsgehalt der Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle. Wer viel Gemüse, Obst und Suppen isst, nimmt dadurch mehr Flüssigkeit auf als jemand der sich viel von Brot ernährt.

Wie hoch ist die richtige Trinkmenge für mich?

Für gesunde Menschen wird eine Trinkmenge von 30ml/kg Körpergewicht empfohlen. Eine Person mit 70 kg sollte also etwa 2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Ernährungsexperten raten dazu diesen Flüssigkeitsbedarf mit natriumarmem Wasser und ungesüßten Tees zu decken. 
Es wird empfohlen die Flüssigkeit gleichmäßig über den Tag verteilt bis 19:00 aufzunehmen. Trinken auf Vorrat funktioniert nicht, der Körper kann nur kleine Mengen verarbeiten. Der nicht benötige Rest wird einfach wieder ausgeschieden.

Bei geschwächten Patienten gibt es Besonderheiten.

Wer an einer Herz- oder Nierenschwäche leidet, sollte eventuell seine Trinkmenge begrenzen, Wasser kann unter Umständen nicht mehr vollständig aus dem Körper ausgeschieden werden. Es kann zu einer Ansammlung in den Beinen oder auch in der Lunge oder im Bauchraum kommen. Eventuell verschreibt ein Arzt in solchen Fällen die Einnahme von harntreibenden Substanzen, um dem Körper bei der Ausscheidung zu helfen. Eine pauschale Empfehlung zur Trinkmenge kann also nicht gegeben werden. Bei einer Herz- oder Nierenschwäche sollten sie in jedem Falle mit ihrem Arzt über ihre individuelle Trinkmenge sprechen.

Eine einfache Selbstkontrolle.

Ca. 1-1,5 Liter Urin werden pro Tag über die Nieren ausgeschieden. Meistens schenken wir dem Pipi allerdings keine Beachtung. Schade, denn Aussehen und Geruch des Urins können wichtige Anhaltspunkte über den Flüssigkeitshaushalt geben und sogar Hinweise auf mögliche Erkrankungen liefern.

Die sogenannte Harnschau war lange Zeit eine der wichtigsten diagnostischen Methoden der Medizin. Es wurde Farbe, Trübung, Geruch und früher auch der Geschmack des Urins getestet. Im 17. Jahrhundert konnte so bereits Diabetes mellitus ("honigsüßer Durchfluss") erkannt werden.

Mit dem technischen Fortschritt der Medizin hat die bloße Betrachtung des Urins heute in der Schulmedizin an Bedeutung verloren. Dennoch kann eine Betrachtung des Urins und seiner Veränderungen zur Früherkennung von Erkrankungen beitragen. Anschließend kann der Befund durch entsprechende Untersuchungen abgeklärt werden.

Zusammensetzung des Urins

Urin besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Die Ausscheidung des Urins dient der Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts sowie der Beseitigung von Stoffwechselabbauprodukten. Die Zusammensetzung des Urins kann aufgrund verschiedener Faktoren verändert sein und sich durch Auffälligkeiten im Geruch und Aussehen bemerkbar machen. 

Was soll ich tun bei dunklem Urin?

Die Farbe des Urins verändert sich logischerweise mit der Trinkmenge. Je mehr Flüssigkeit man trinkt, desto verdünnter und damit heller ist der Harn. Ein nur leicht gelber bis farblos-durchsichtiger Urin ist also in der Regel ein Zeichen, dass Sie ausreichend bis viel trinken. Naturheilkundliche Therapeuten sprechen von dem idealerweise „champagnerfarbenen“ Urin.

Ist die Urinfarbe jedoch dunkler sollten Sie mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Einfach ein Glas Wasser zwischendurch trinken. Bleibt der Urin dunkel, obwohl Sie Ihre Trinkmenge erhöht haben, ist ein Arztbesuch ratsam. 

Farbloser Urin

Ist der Urin farblos, kann dies ein Hinweis auf eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme sein. Da der Körper nicht benötigte Flüssigkeit wieder ausscheiden kann es dabei zu einer Ausscheidung von Salzen und damit zu einer Unterversorgung im Körper kommen. Bei einmaligem Auftreten haben sie vielleicht in kurzer Zeit sehr viel getrunken.

Fazit

Versuchen sie ihre Trinkmenge so einzustellen, dass sie gleichmäßig über den Tag verteilt ca. 1,5 Liter Wasser trinken.

Beobachten sie die Farbe Ihres Urins. Idealerweise ist er leicht gelblich = „champagnerfarben“

·       Ist der Urin zu dunkel erhöhen sie ihre Trinkmenge. Trinken sie ein Glas Wasser zwischendurch.

·       Ist der Urin farblos verteilen sie Ihre Trinkmenge mehr über den Tag oder reduzieren sie die Trinkmenge.

Entdecken sie andere Unregelmäßigkeiten wie Trübungen, schaumigen Urin oder über mehrere Tage andauernden ungewöhnlichen Geruch, so fragen sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

 

Diese Information ersetzt keine Beratung oder Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Wenn sie Beschwerden haben suchen sie auf jeden Fall ihren Arzt oder Heilpraktiker auf.